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Corona zum Trotz: Julius-Club findet statt

Digitale Eröffnungslesung mit Rainer Rudloff am 2. Juli 2020

Die Freude, bereits zum 14. Mal den Julius-Club durchzuführen, steht dem Team der Lingener Stadtbibliothek ins Gesicht geschrieben. „Natürlich wird in diesem Jahr durch die Corona-Pandemie vieles anders ablaufen. Aber wir sind froh, dass der Julius-Club stattfinden kann“, sagt Stadtbibliotheksleiter Josef Lüken. „Ein Sommer ohne Julius-Club ist in Lingen einfach undenkbar. In diesem Jahr lag die Herausforderung darin, kreativ zu werden und neue Wege zu finden“, pflichtet Kulturdezernentin Monika Schwegmann ihm bei.

100 aktuelle Buchtitel versprechen zwischen dem 2. Juli und 3. September jede Menge Lesespaß. An dem Leseförderprojekt der VGH-Stiftung und der Büchereizentrale Niedersachsen können Kinder und Jugendliche zwischen elf und 14 Jahren teilnehmen. „Sie haben die Qual der Wahl – wir haben alle 100 neuen Buchtitel bei uns vor Ort. Neben Abenteuerromanen, Fantasy-, Freundschafts- oder Liebesgeschichten stehen auch aktuelle Themen, wie der Klimawandel, hoch im Kurs“, verrät Simone Knocke, die den Lingener Julius-Club organisiert. Für Sehbehinderte gibt es ein extra Kontingent an Hörbüchern. Zurückgegebene Bücher werden vom Team der Stadtbibliothek desinfiziert und stehen schnell wieder zur nächsten Ausleihe bereit.

„Lesen geht immer“ – erste Anmeldungen liegen bereits vor

Knocke und Lüken hoffen trotz erschwerter Bedingungen auf eine große Resonanz. „Im Vorfeld waren wir sonst immer auf Werbetour in rund 50 Schulklassen. Das war in diesem Jahr nicht möglich. Aber die Lehrer machen Werbung für den Julius-Club“, so Stadtbibliotheksleiter Lüken. Erste Anmeldungen für den Julius-Club liegen bereits vor und stimmen ihn optimistisch: „Wir können auf einen hohen Bekanntheitsgrad bauen. Bei vielen Familien fällt der Sommerurlaub sicher anders aus und es bleibt mehr Zeit zum Lesen – Lesen geht immer!“ Zudem sieht er die Chance, dass Kinder und Jugendliche nach dem digitalen Lernen auch gerne einfach mal wieder ein Buch in der Hand halten möchten.

Monika Schwegmann rechnet ebenfalls mit vielen Teilnehmern: „Ich glaube, dass der Zuspruch in diesem Jahr sogar noch höher als zuvor ausfallen wird. Beim Lingener Ferienpass ist die Nachfrage enorm. Das könnte sich auch beim Julius-Club widerspiegeln.“

Programm mit heißer Nadel gestrickt

Ein Highlight der vergangenen Jahre war die große Eröffnungsveranstaltung mit hunderten begeisterten Kindern. „Das fällt in diesem Jahr leider aus. Stattdessen gibt es eine digitale Eröffnungslesung mit Rainer Rudloff, einem der besten Vorleser Deutschlands. Auf dem Programm stehen Superhelden“, freut sich Lüken. Die Julius-Club-Teilnehmer können die Lesung von Rudloff am 2. Juli 2020 zwischen 18 Uhr und 21 Uhr online abrufen.

„Am Veranstaltungsangebot arbeiten wir aktuell mit Hochdruck. Natürlich halten wir dabei die aktuellen Regelungen ein“, berichtet Simone Knocke. Ein Manga-Workshop sei auf jeden Fall vorgesehen. „Wir reagieren auch auf neue Verordnungen und Lockerungen. Eventuell ist sogar eine Kanutour möglich.“ Darüber hinaus solle auch ein Masken-Näh-Workshop angeboten werden, in dem die Teilnehmer Julius-Club-Masken nähen können. Auf lingen.de und in den sozialen Netzwerken werden alle Termine bekannt gegeben.

VGH-Stiftung unterstützt Julius-Club

Gefördert wird der Leseclub durch die VGH-Stiftung. Rund 4.000 Euro stellt die VGH-Regionaldirektion der Stadtbibliothek für die Anschaffung von Büchern und die Durchführung von Veranstaltungen zur Verfügung. „Dass wir den Julius-Club in diesem Umfang anbieten können, ist nur dank der VGH möglich“, betonen Monika Schwegmann und Josef Lüken. Ralf Wagemann, VGH-Regionaldirektor, sieht im Julius-Club ein nachhaltiges und erfolgreiches Projekt: „Gerade der Lingener Julius-Club hat sich exorbitant zu einem der größten Clubs in Niedersachsen entwickelt.“

Wer am Julius-Club teilnehmen möchte, kann sich in der Stadtbibliothek anmelden und ab dem 2. Juli aus 100 Büchern auswählen. Die Teilnahme ist kostenlos.



Fotos v.o.n.u.: k.A.