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Unterstützung und Hinweise für Unternehmen

Das Corona-Virus verursacht einschneidende Einschränkungen des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens und löst damit auch insbesondere für die Unternehmen und Betriebe sowie deren Beschäftigter erhebliche wirtschaftliche Folgen aus. Es ist nicht absehbar wie lange sich dieser Zustand hält. Die Entwicklungen sind sehr dynamisch, drastisch und eine weitere Verschärfung ist ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Die Wirtschaftsförderung bietet allen Unternehmen, eine passgenaue Beratung, Information und Unterstützung zu den Hilfsprogrammen von Bund, Land und Stadt an. Die Wirtschaftsförderung ist unter der Tel. 0591 9144-801 erreichbar. Alternativ können Sie Ihre Anliegen mit Ihren Kontaktdaten auch per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@lingen.de beschreiben.

Die Informationen und Links werden fortlaufend aktualisiert.

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Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Start der Überbrückungshilfe III

Ab sofort können Zuschüsse aus dem Programm Überbrückungshilfe III beantragt werden. Antragsberechtigt sind dabei Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler bis maximal 750 Millionen Euro Jahresumsatz sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die im betreffenden Antragsmonat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Der Förderzeitraum umfasst die Monate November 2020 bis Juni 2021. Erstattet werden die betrieblichen Fixkosten gemäß Musterkatalog. Die Zuschusshöhe orientiert sich grundsätzlich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist wie folgt gestaffelt:

- Bis zu 90 % der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch
- Bis zu 60 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 50 % und 70 %
- Bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30 % und weniger als 50 %

Für Antragsberechtigte, die zwischen dem 01.01.2019 und dem 30.04.2020 gegründet wurden, bestehen weitere Optionen zur Heranziehung des Vergleichsumsatzes (s. www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).

Im Rahmen der Überbrückungshilfe III können Soloselbstständige, die ihr Einkommen im Jahr 2019 zu mind. 51 Prozent aus selbstständiger Tätigkeit erzielt haben, statt einer Einzelerstattung von Fixkosten alternativ eine einmalige Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) erhalten.  Die maximale Höhe beträgt 7.500 Euro.
Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen, daher sind Antragsberechtigte, die die November- bzw. Dezemberhilfe erhalten haben, für diese beiden Monate nicht antragsberechtigt, Leistungen nach der Überbrückungshilfe II für diese Monate werden angerechnet.

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe III erfolgt wie bei den bisherigen Überbrückungshilfen grundsätzlich über prüfende Dritte (Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigte Buchprüfer*innen bzw. Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen). Die Neustarthilfe für Soloselbstständige hingegen kann direkt beantragt werden. Anträge können bis zum 31.08.2021 über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden. Dort finden Sie ebenfalls alle weiteren Details wie Sonderregelungen sowie Hinweise zum Förderprogramm.

November- und Dezemberhilfe 

Ab sofort können Unternehmen, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, deren Betrieb aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen mit Beschlüssen von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020, 25. November 2020 und vom 2. Dezember 2020 temporär geschlossen wurden bzw. die indirekt hiervon betroffen sind, die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes – die November- und Dezemberhilfe – beantragen. Alle direkt oder indirekt betroffenen Branchen erhalten schnell und unbürokratisch Hilfe in Form von Zuschüssen. Der Zuschuss beträgt 75 Prozent des jeweiligen durchschnittlichen Umsatzes im November sowie Dezember 2019, tageweise anteilig für die Dauer der Corona-bedingten Schließungen. Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 bzw. 30. November 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung gewählt werden.
Wenn im November bzw. Dezember trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.

Die Antragstellung erfolgt dabei grundsätzlich über Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigten Buchprüfer*innen oder Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen. Soloselbstständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können bis zu einer Fördersumme von 5.000 Euro im eigenen Namen (ohne prüfenden Dritten) die Wirtschaftshilfe beantragen.
Weitere Informationen zu den Fördervoraussetzungen sowie den beabsichtigten Abschlagszahlungen erhalten Betroffene unter:
www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/

Anträge auf November- und Dezemberhilfe können bis zum 30.04.2021 gestellt werden.

Go-Digital Beratungsleistungen

Beratungsleistungen bis hin zur Umsetzung von Home-Office-Arbeitsplätzen können zudem über das Programm „Go-Digital“ des BMWi gefördert werden. 50 Prozent der Beratungskosten, max. 1.100 Euro pro Beratertag werden über den neuen Förderbaustein erstatten. Zum "Go Digital" des BMWI.

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NBank

Aufstockung Überbrückungshilfe

Gewerbliche Unternehmen oder Soloselbstständige der Veranstaltungswirtschaft bzw. des Schaustellergewerbes, die durch die COVID-19-Pandemie in den Monaten April bis Dezember 2020 Umsatzverluste erlitten haben und denen bereits eine Überbrückungshilfe II gewährt wurde, können bei der NBank eine Aufstockung der Überbrückungshilfe beantragen. Für kleine und mittlere Unternehmen sowie Soloselbstständige der Veranstaltungswirtschaft beträgt die Förderhöhe dabei bis zu 15 % der Umsatzverluste von April bis Dezember 2020 gegenüber den Vorjahreswerten. Entsprechende Unternehmen und Soloselbstständige des Schaustellergewerbes haben die Wahl zwischen der vorgenannten Förderhöhe und einer Förderung in Höhe von 7,5 % der Umsatzverluste sowie zusätzlich 20 % der in den Monaten April bis Dezember 2020 fälligen Tilgungskosten von betrieblichen Darlehens- oder Leasingverträgen. Die maximale Förderhöhe beträgt 50.000 €.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.nbank.de/Unternehmen/Investition-Wachstum/

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Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Der KfW kommt die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die bestehenden Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern.

Unternehmer-, ERP-Gründerkredit & KfW-Sonderprogramm

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Bundesagentur für Arbeit

Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. Die erleichterten Zugangsregeln für das Kurzarbeitergeld sowie Hinweise zur Beantragung und entsprechende Formulare finden Unternehmen auf der Seite der zuständigen Bundesagentur für Arbeit.

Kurzarbeitergeld

Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Ausbildungsprämien für den Erhalt und die Schaffung von Ausbildungsplätzen, Übernahmeprämien für von Insolvenzen betroffenen Auszubildenden sowie einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit beantragen. Für die Förderung kommen Betriebe infrage, die in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen, in Ausbildungsberufen nach dem Pflegeberufe-, Krankenpflege- und/ oder Altenpflegegesetz oder in den praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen ausbilden. Weitere Informationen u.a. zu den Voraussetzungen sowie den Förderhöhe finden Sie auf der Seite der zuständigen Bundesagentur für Arbeit:

Förderprogramm: Ausbildungsplätze sichern

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Finanzamt Lingen

Durch das Coronavirus unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich betroffene Unternehmen können bei einem Antrag bis zum 30.06.2021 Stundungen sowie einen Vollstreckungsaufschub der bis zu diesem Termin fälligen Einkommen- bzw. Körperschaftssteuer sowie Lohn- und Umsatzsteuer bis längstens 30.09.2021 gewährt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit die Einkommen- bzw. Körperschaftsteuervorauszahlungen sowie den Steuermessbetrag für Zwecke der Gewerbesteuervorauszahlungen herabzusetzen. Das entsprechende Antragsformular finden Sie hier: 

Antrag zur Herabsetzung von Steuervorauszahlungen

Weitere Informationen zu steuerrechtlichen Auswirkungen finden Sie hier.

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Landkreis Emsland

Der Landkreis Emsland hat im Zuge der Corona-Pandemie eine Reihe von Allgemeinverfügungen und Informationen veröffentlicht.

Informationen des Landkreises Emsland zum Coronavirus

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GKV-Spitzenverband (Stundung Sozialversicherungsbeiträge)

Die Unternehmen, die sich wegen der Corona-Krise in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befinden, sollen unter bestimmten Bedingungen durch erleichterte Stundungsmöglichkeiten der Sozialversicherungsbeiträge entlastet werden. Die Beitragsstundungen sind allerdings erst dann möglich, wenn alle anderen umfassenden Unterstützungen für Unternehmen und Selbstständige, die derzeit von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossen werden, ausgeschöpft wurden.

Als betroffenes Unternehmen wenden Sie sich hierzu bitte direkt an Ihre Krankenkasse. Leider ist eine gebündelte Bearbeitung der Anträge durch eine zentrale Stelle nicht möglich.
 
GKV-Spitzenverband

Musterantrag für die Krankenkasse

 



Fotos v.o.n.u.: Wolfilser/stock.adobe.com