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Studie zur zielgerichteten Wasserstoffversorgung

Zukunftsregion Ems-Vechte startet Projekt „Regionale H2-Infrastrukturen – Chancen- und Machbarkeitsanalyse“ – Unternehmen sind gefragt
Wasserstoff, H2

Wie kann die Versorgung künftiger Wasserstoff-Bedarfscluster in der Zukunftsregion Ems-Vechte sichergestellt werden? Dieser Frage gehen die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim im Rahmen des Projekts „Regionale H2-Infrastrukturen – Chancen- und Machbarkeitsanalyse“ nach. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ gefördert.

Die Studie untersucht Möglichkeiten für eine zielgerichtete Wasserstoffversorgung in der Zukunftsregion Ems-Vechte, insbesondere auch abseits der entstehenden großen Infrastrukturen des geplanten Wasserstoff-Kernnetzes. Berücksichtigt werden aktuelle und zukünftige Energiebedarfe der regionalen Unternehmen, die in einer Bedarfsumfrage erfasst werden. Im Fokus stehen sowohl Standorte in der Nähe des geplanten Wasserstoff-Kernnetzes als auch Kommunen und Gewerbegebiete abseits des Kernnetzes. Im Emsland und der Grafschaft Bentheim sind insgesamt 19 T-Stücke als Anschlussmöglichkeiten an das Kernnetz geplant.

Unternehmen sind gefragt

Nun sind Unternehmen in der Zukunftsregion Ems-Vechte gerfagt: Welche Energiebedarfe bestehen heute und künftig? Wo kann Wasserstoff eine Rolle spielen und welche Hürden bestehen bei der Umstellung auf klimafreundliche Energieträger? Hierfür wurde eine Online-Befragung entwickelt, deren Ergebnisse in die H2-Chancen- und Machbarkeitsanalyse einfließen. Auch Unternehmen, für die Wasserstoff derzeit noch kein konkretes Thema ist, können teilnehmen. Die Angaben helfen dabei, künftige Energie- und Wasserstoffbedarfe sowie Anforderungen an geeignete Versorgungsoptionen in der Region einzuordnen. Die Befragung läuft noch bis Ende Oktober 2026 unter: https://h2-region-emsland.de/bedarfsabfrage-zukunftsperspektiven/

Projektpartner der Studie sind die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim sowie die Energy Hub Emsland Entwicklungsgesellschaft. Ziel ist es, ein landkreisübergreifendes Gesamtkonzept zu entwickeln, das aufzeigt, wo künftig Wasserstoffbedarfe entstehen können und über welche Versorgungswege diese Bedarfe gedeckt werden könnten. Dabei wird insbesondere untersucht, wie potenzielle Abnehmer und Bedarfscluster an das Wasserstoff-Kernnetz angebunden oder durch alternative Lösungen versorgt werden können. Die Ergebnisse sollen im Sommer 2027 vorliegen und konkrete Handlungsperspektiven für Unternehmen, Netzbetreiber und Kommunen liefern. Die Studie wird mit insgesamt rund 132.000 Euro gefördert: 40 Prozent durch die Zukunftsregion Ems-Vechte, 60 Prozent aus dem Zukunftsfonds Ems-Vechte (kommunale Mittel zur Kofinanzierung).

Die Zukunftsregion Ems-Vechte ist ein Zusammenschluss der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim. Sie gehört zu den 14 vom Land Niedersachsen anerkannten Zukunftsregionen. Ziel des Programms ist es, regionale Herausforderungen in Verbünden gemeinsam anzugehen.



Artikeldatum: 15. Oktober 2026
Fotos v.o.n.u.: Alexander Limbach/stock.adobe.com