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Synergypark Lühn: Baubeginn der Werkhalle steht bevor

Vertreter aus Verwaltung, Politik und Unternehmen stellten beim Pressegespräch die finalen Planungen für den Synergypark vor (v. l.): Christian Tschersich (Leitender Architekt), Lothar Schreinemacher (Erster Stadtrat und Stadtbaurat), Jens Egbers (Geschäftsleitung / Prokurist Lühn Bau), Beyhan Ciftci (Geschäftsführer Lühn Bau), Oberbürgermeister Dieter Krone, Günter Reppien (Vorsitzender des Ausschusses für Planen, Bauen und Mobilität), Stefan Wittler (stellvertretender Vorsitzender des Wirtscha

Der Synergypark der Firma Lühn Bau in Lingen nimmt konkrete Formen an. In einem gemeinsamen Pressegespräch haben Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik und Unternehmen die finalen Konzepte sowie den Zeitplan für den Projektstart vorgestellt. Mit dem Bau der ersten Werkhalle steht der Auftakt zur Umsetzung des Synergyparks unmittelbar bevor und markiert einen wichtigen Meilenstein für den Wirtschaftsstandort Lingen.

Der innovative Technologiepark vereint moderne Architektursprache mit zukunftsweisenden Arbeitsplätzen im Bereich der Bauwirtschaft“, betont Oberbürgermeister Dieter Krone. „Direkt an der B70 gelegen, unterstreicht das außergewöhnliche Projekt ein weiteres Mal die enorme Leistungs- und Innovationskraft unserer Wirtschaft und markiert als neues, imposantes Eingangstor unsere Stadt.“

Mit dem Synergypark bekennt sich das traditionsreiche Unternehmen Lühn Bau klar zum Standort Lingen. Geschäftsführer Dipl.-Ing. Beyhan Ciftci unterstrich, dass Lühn Bau seit über 300 Jahren in Lingen zuhause ist und mit dem Projekt ein deutliches Zeichen für diese Verbundenheit setzt. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 154 Mitarbeitende, die sich sehr darüber freuen, dass das Projekt nun in die Umsetzungsphase gelangt. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Lingen und der Politik habe sich dabei stets als konstruktiv und vertrauensvoll erwiesen.

Die erste konkrete Maßnahme im Synergypark ist der Bau einer neuen Werkhalle mit angeschlossenen Büroräumen. Sie umfasst unter anderem ein Hochregallager, Werkstätten sowie Büroflächen auf vier Geschosse und ist flexibel, adaptiv und zukunftsorientiert konzipiert. Die innere Struktur des Gebäudes kann bei veränderten Anforderungen jederzeit angepasst werden. Der leitende Architekt Dipl.-Ing. Christian Tschersich beschrieb das architektonische Konzept als zeitlos und elegant. Ein großer Bügel aus Sichtbeton verbinde die funktionalen Bereiche der Halle mit den Büroräumen. Besonders das Thema Nachhaltigkeit werde konsequent mitgedacht, unter anderem durch den Einsatz von recyceltem Beton, Photovoltaikanlagen, intelligente Wasseraufbereitungssysteme und Dachbegrünung.

Im Zuge der Planung wurde eine weitere Werkhalle NORD auf das neu zugekaufte Areal im Norden der ehemaligen Firma Essmann verlegt. Dort werden künftig die lärmintensiveren Arbeiten gebündelt, sodass die Bereiche des Synergyparks stärker für Büro- und Verwaltungsnutzungen, Flächen für Startups und Kita vorgesehen sind. Die Neubaumaßnahme, Werkhalle SÜD auf dem Synergypark, wird rund 65 Meter lang, 27 Meter breit und 14 Meter hoch sein und über etwa 2.500 Quadratmeter Bruttogrundfläche verfügen. Der Neubau erfolgt dabei weitgehend in betriebs­eigener Leistung.

Auch aus der Politik erhält das Projekt breite Unterstützung. Stefan Wittler, stellvertretender Vorsitzender des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses, verwies darauf, dass das Vorhaben von Beginn an politisch begleitet und alle notwendigen Beschlüsse einstimmig gefasst worden seien. Er zeigte sich erfreut darüber, dass nun mit der Umsetzung begonnen werde und sprach von einer besonderen, futuristisch wirkenden Gewerbefläche am Eingangstor zur Stadt Lingen.
Günter Reppien, Vorsitzender des Ausschusses für Planen, Bauen und Mobilität, erinnerte an den ursprünglichen Wettbewerb und betonte, dass trotz der zeitlichen Verzögerungen durch die Corona-Pandemie und Umstrukturierungen nun der Blick nach vorne zähle. Dem schloss sich Andreas Kröger, stellvertretender Ausschussvorsitzender, an und hob das klare Bekenntnis von Lühn Bau zum Standort Lingen hervor. Der Synergypark werde ein Vorzeigeprojekt mit enger Verbindung zur Stadtgeschichte.

Der Zeitplan für das Projekt ist inzwischen klar definiert. Der Baubeginn der Werkhalle ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen, die Fertigstellung für das dritte Quartal 2027. Parallel startet bereits ab dem zweiten Quartal 2026 die Planung des neuen Verwaltungsgebäudes, sodass im dritten Quartal 2027 nahtlos an die Fertigstellung der Werkhalle angeknüpft und mit dem Bau des Verwaltungsgebäudes begonnen werden kann. Dessen Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2029 geplant. Zeitgleich wird eine Machbarkeitsstudie zur Nachnutzung des bisherigen Bauhofs sowie des bisherigen Verwaltungsgebäudes an der Rheiner Straße durchgeführt.

Parallel zum Bau der Werkhalle beginnt die Vermarktung der weiteren Grundstücke im rund 100.000 Quadratmeter großen Synergiepark, von denen etwa 5.000 Quadratmeter auf Straßen- und Verkehrsflächen entfallen. Bereits jetzt gibt es erste Gespräche mit interessierten Unternehmen, die sich eine Ansiedlung im Segment des Bauwesens, wie Statik oder Architekturbüros im Synergypark vorstellen können.

Lühn Bau ist seit über 300 Jahren in Lingen verwurzelt und heute breit aufgestellt. Die Tätigkeitsschwerpunkte der Firma Lühn Bau liegen in der Umsetzung anspruchsvoller Rohbauprojekte, vom Ingenieurbau über Spezialgründungen und Baugruben, bis hin zu schlüsselfertigen Gewerbe-, Wohn-, Klinik-, Schul- und Hochschulbauten. Auch Planungsleistungen werden dabei umfassend integriert. Die Firma Lühn Bau arbeitet überwiegend für größere privatwirtschaftliche Auftraggeber sowie für die öffentliche Hand. Geografisch konzentrieren sich die Projekte auf Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein.

Neben dem Stammsitz in Lingen bestehen weitere Niederlassungen in Düsseldorf und Osnabrück / Wallenhorst. Das Unternehmen erwirtschaftet aktuell eine jährliche Gesamtleistung von rund 85 Millionen Euro. Nach dem Rückzug der Unternehmerfamilie Anfang 2023 wurde die Weiterentwicklung des Synergyparks bewusst behutsam angegangen. „Dass dieser Weg der richtige war, zeigt sich heute daran, dass Lühn Bau weiter wächst und den Bau der neuen Werkhalle aus eigener Kraft und Eigenmitteln finanzieren kann“, betont Oberbürgermeister Dieter Krone.

Mit der Vorstellung der finalen Planungen und dem bevorstehenden Start des Werkhallenbaus beginnt nun sichtbar die Umsetzung des Synergyparks und damit ein neues Kapitel für den Wirtschaftsstandort Lingen.



Artikeldatum: 9. Januar 2026
Fotos v.o.n.u.: k.A., k.A., k.A.