Mit vielen persönlichen Worten, bewegenden Momenten, großer Wertschätzung und „standing ovations“ ist Oberbürgermeister Dieter Krone am Freitagabend in der Halle IV offiziell verabschiedet worden. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden waren gekommen, um auf seine 16-jährige Amtszeit zurückzublicken und ihm für seinen Einsatz für die Stadt Lingen zu danken. Neben den politischen Wegbegleitern würdigten auch langjährige Mitarbeiter und Vertreter der Stadtgesellschaft den Menschen hinter dem Amt.
Den Auftakt machte der Erste Bürgermeister Stefan Heskamp. In seiner Laudatio erinnerte er an Krones ungewöhnlichen Weg ins Rathaus. Als ehemaliger Lehrer hatte dieser 2010 das Amt des Oberbürgermeisters übernommen und sich mit großem Fleiß und Engagement in seine neue Aufgabe eingearbeitet. Heskamp blickte auf zahlreiche Projekte zurück, die Lingen in den vergangenen Jahren geprägt haben. Dazu gehörten die EmslandArena, die Entwicklung des Wasserstoffstandortes, der LiLi-Bus, die Neugestaltung des Alten Hafens und die Sanierung des Bahnhofs. Auch das Stadtjubiläum 2025 und der geplante IT-Campus fanden besondere Erwähnung. Vor allem aber würdigte Heskamp Krones Nähe zu den Menschen. Der Oberbürgermeister habe stets den persönlichen Kontakt gesucht und sich Zeit für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger genommen.
Auch der Erste Stadtrat Lothar Schreinemacher erinnerte an gemeinsame Herausforderungen, große Projekte und zahlreiche Begegnungen, aber auch an manche humorvolle Begebenheit aus dem Verwaltungsalltag. Besonders hob Schreinemacher Krones hohe Ansprüche und seinen Mut hervor, neue Ideen zu entwickeln. „Du hast uns immer wieder ermutigt, größer zu denken“, sagte er. Krone habe die Menschen in der Verwaltung gefordert, ihnen aber auch viel zugetraut.
Die große Wertschätzung für Krone spiegelte sich auch in den weiteren Grußworten wider. Für den Landkreis Emsland sprach Martin Gerenkamp. Anschließend würdigten die Vorsitzenden der Ratsfraktionen die Zusammenarbeit mit dem scheidenden Oberbürgermeister. Uwe Hilling erinnerte an die zahlreichen Gespräche, die er mit Krone geführt hatte. An rund 250 Freitagnachmittagen hätten sie zusammengesessen und sich über kommunalpolitische Themen ausgetauscht. „Kommunalpolitik lebt von Begegnungen und Gesprächen“, betonte Hilling und dankte Krone für seinen Einsatz, dem er Anerkennung und Respekt zollte.
Andreas Kröger (SPD) hob Krones lösungsorientierte Arbeitsweise hervor. „Du hast immer nach Lösungen gesucht und nicht nach Problemen“, sagte er. Krone habe sich stets gefragt, wie sich etwas erreichen lasse. Dabei habe er alle Beteiligten ernst genommen und in Entscheidungen einbezogen. Heiner Rehnen (Grüne) unterstrich insbesondere die Bürgernähe des Oberbürgermeisters. Auch Robert Koop (BürgerNahe) und Peter Altmeppen würdigten sein Wirken. Altmeppen betonte, Krone habe Träume Wirklichkeit werden lassen und trotz großer Visionen seine Bodenständigkeit bewahrt.
Persönliche Worte fand auch Pfarrer Thomas Burke. Er dankte Krone insbesondere für dessen Engagement für den Fairen Handel und beschrieb ihn als fairen, gerechten und gradlinigen Menschen.
Für emotionale Momente sorgten zudem die musikalischen Beiträge. Eine besondere Überraschung war der Auftritt der Chorwerkstatt. Passend zu seiner großen Leidenschaft für die Musik erhielt Krone als Abschiedsgeschenk unter anderem einen Dirigentenstab. Dieser soll ihn künftig daran erinnern, dass er nach 16 Jahren an der Spitze der Stadt nun auch einmal seinen ganz eigenen Takt bestimmen darf.
Zum Abschluss ergriff Dieter Krone selbst das Wort. Dabei erinnerte er an einen Satz seiner Großmutter: „Das Glück ist mit den Tüchtigen.“ Dieser Gedanke sei für ihn stets Antrieb gewesen, sein Bestes für Lingen zu geben. Auch seine ganz persönliche Interpretation des Wortes Oberbürgermeister teilte er mit den Gästen: Vorne stehe das „Ober“ für denjenigen, der diene, hinten der „Meister“, der sein Handwerk beherrsche. Und in der Mitte stehe der Bürger – als Mittelpunkt allen Handelns.
Krone machte deutlich, dass er in seiner Amtszeit immer den Anspruch gehabt habe, Lingen weiter zu entwickeln. Dafür sei er viel unterwegs gewesen, habe das Gespräch mit den Menschen gesucht und stets ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben wollen. Sein besonderer Dank galt den Dezernenten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie allen, die ihn auf seinem Weg begleitet und unterstützt hatten.
„Es ging mir immer um die Stadt“, betonte Krone. Mit den Worten „Es war mir eine Ehre“ verabschiedete er sich nach 16 Jahren als Oberbürgermeister von den Gästen.