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Ausstellung in der Kunsthalle: Konstellationen

Ausstellung mit Werken der Filmemacherin Helga Fanderl

Die Filmemacherin Helga Fanderl wurde in Ingolstadt geboren und lebt heute in Berlin. Sie studierte von 1987 bis 1992 an der Hochschule für bildende Künste in Frankfurt am Main bei Peter Kubelka und anschließend an der Cooper Union School of Arts New York bei Robert Breer. Ihre Filme präsentierte sie u.a. bei den Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen, sie sind u.a. in den Sammlungen des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt am Main sowie in der Sammlung des Centre Pompidou in Paris vertreten.

Pflasterzeichnen, Apfelernte, Mädchen oder Karpfen in Farbe schwimmend – die Titel aus ihrem inzwischen auf rund 1000 Filme angewachsenen Werk von Helga Fanderl bezeichnen wörtlich das jeweilige Motiv, oder besser: das Ereignis, das sie mit der Handkamera aufgenommen hat. Ihr geht es darum, ihre Wahrnehmung vorgefundener Realität bzw. ihren Gegenstand, die Figur im Moment des Filmens zu gestalten. Die Filme werden nicht nachbearbeitet, sondern sie charakterisiert das Unmittelbare und das Direkte der Aufnahme im Augenblick des Geschehens und des Schneidens in der Kamera.

Die kurzen Sequenzen entstehen auf eine sehr körperliche Art in einer Filmsprache, die man vergleichen kann mit Bildauffassungen und Gesten in der Zeichnung und Malerei. Helga Fanderl stellt ihre Filme in wechselnden Programmen selbst vor; die Filmprojektion direkt im Zuschauerraum gehört wie das Surren des Vorführapparats zum Setting ihrer Präsentationen: Kino im Original.

Für die Ausstellung stellt Helga Fanderl ein Programm von 16mm Blowups ihrer originalen Super 8 Filme zusammen, das von Dienstag bis Sonntag täglich um 15 Uhr präsentiert wird.

Um die Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern, bittet die Kunsthalle Lingen ihre Besucherinnen und Besucher darum, die dafür notwendigen geltenden Regeln vor Ort zu beachten.



Fotos v.o.n.u.: ©Helmut Kramer