Sie sind hier: Startseite > Bauen & Wirtschaft > Wasserstoffregion > Fernwärmenetz der Stadtwerke Lingen
pfeil2

Stadtwerke und RWE wollen Fernwärmenetz aufbauen

Die Stadtwerke Lingen und der Energieerzeuger RWE Generation wollen eine Fernwärmeversorgung in Lingen aufbauen. Die RWE stellt dafür die Wärme aus ihrem Gaskraftwerk Emsland bereit. Die Stadtwerke Lingen verteilen diese an die Haushalte. Das so genannte „Wärmebündnis für Lingen“ von RWE und den Stadtwerken Lingen hat ein Investitionsvolumen von rund 15 Millionen Euro für die kommenden zehn Jahre. Bereits seit 2012 versorgen die Stadtwerke über ein Fernwärmenetz ihre Kunden im Emsauenpark.
RWE Generation produziert mit hocheffizienten Anlagen in Lingen Strom und stellt im Zuge der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung zusätzlich „KWK-Wärme“ bereit – eine Art Abwärme aus dem Verstromungsprozess im Kraftwerk.

Fernwärmenetz für Privatkunden

RWE und die Stadtwerke Lingen sehen sehr gute Voraussetzungen für die Umsetzung ihres Fernwärmeprojekts: So sollen in der Lingener Innenstadt neue Wohnquartiere entstehen, die ein stetiges Wachsen des Fernwärmenetzes ermöglichen. Für 2023 ist geplant, die Emslandhallen an das neue Fernwärmenetz anzubinden. Von dort aus sollen weitere Wärmekunden erschlossen werden. Der erste Kunde soll voraussichtlich Mitte 2022 an das neue Fernwärmenetz angeschlossen werden.

Abwärme für IndustriePark

Der Ausbau der Fernwärmeversorgung in Lingen schafft darüber hinaus die Voraussetzungen, um künftig regenerativ erzeugte Abwärme großtechnisch für viele Endkunden zum Beispiels auch im IndustriePark Lingen zugänglich zu machen. RWE plant in Lingen die großtechnische Erzeugung von grünem Wasserstoff mit Elektrolyseuren. Die in diesen Anlagen entstehende Abwärme kann ebenfalls dem Fernwärmekreislauf zugeführt werden.

Wasserstofftankstelle

Flankiert wird dieses Vorhaben von Überlegungen der Stadtwerke Lingen, grünen Wasserstoff über eine spezielle Wasserstofftankstelle für Bürger sowie für den öffentlichen Nahverkehr verfügbar zu machen.



Fotos v.o.n.u.: Stockfotos-MG/stock.adobe.com