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KiTa in Corona-Zeiten: Einstieg in den Regelbetrieb

Für die Kindergärten, Krippen und Horte gilt seit dem 01. August 2020 der Regelbetrieb. Der Leitfaden "KiTa in Corona-Zeiten 2.0" (veröffentlicht am 24. Juli) des Kultusministeriums nennt drei Szenarien für einen KiTa-Betrieb unter den Bedingungen von Corona.

Szenario A für den KiTa-Betrieb
Szenario A beschreibt darin den ab dem 01.08.2020 geltenden Regelbetrieb in allen Kitas des Landes, allerdings mit einigen Besonderheiten.

So gelten ab sofort grundsätzlich wieder alle Vorgaben des Nds. Kindertagesstättengesetzes (KiTaG), insbesondere die Verpflichtung zur Einhaltung des Personalstandards. Es gibt jedoch eine Übergangsfrist bis zum Ende der Herbstferien, in der der Fachkraftschlüssel nicht unbedingt eingehalten werden muss, sollte es Corona-bedingt zu Personalausfällen von Fachkräften kommen. In diesem Fall können auch nicht-pädagogische Betreuungskräfte zur Aufrechterhaltung des Betriebes eingesetzt werden.

Während der Eingewöhnungszeit darf ein Elternteil die Kinder in der KiTa begleiten. Während der Anwesenheit in der KiTa  sollte das Elternteil jedoch eine Maske tragen.

Bei Auftreten von eindeutigen Krankheitssymptomen bei Kindern (Fieber oder Luftnot) dürfen diese nicht in der Einrichtung betreut werden. Bei leichten Krankheitssymptomen gelten weiterhin die Regelungen zu den sog. "banalen Infekten". Beschäftigte mit Krankheitssymptomen dürfen nicht eingesetzt werden. Das gilt für Kinder und Beschäftigte ebenfalls, wenn diese Kontakt zu infizierten Personen hatten.

Szenario B

Sollte es landesweit oder regional zu erhöhten Infektionszahlen kommen, die einen Regelbetrieb nach diesem Szenario A nicht mehr zulassen, wird die Betreuung auf einen eingeschränkten Betrieb wie in der Zeit vor dem 01.08.2020 zurück gefahren (Szenario B).


Szenario C

Sollte es einen größeren Ausbruch an Infektionen entweder landesweit oder auch regional geben (als Beispiel kann der Ausbruch in Gütersloh bei Tönnies gelten) und das Gesundheitsamt die Schließung der Kitas und eine Untersagung des Betriebes anordnen, muss es zu einer Notbetreuung kommen, die dem entspricht, wie es in den Kitas vor dem 22.06.2020 geregelt war: eine Notbetreuung in kleinen Gruppen (Szenario C).

Rahmen-Hygieneplan

Mit gleichem Datum wurde außerdem ein angepasster Rahmen-Hygieneplan für Kindertagesbetreuung veröffentlicht, der unbedingt zu beachten ist und in den Einrichtungen zur Einsicht ausliegt. Insbesondere ist hier der Ausschluss eines Kindes von der Betreuung und einzuhaltende Meldepflichten der Kitas und der Erziehungsberechtigten bei Verdacht auf oder Vorliegen einer Erkrankung mit CoViD19 geregelt.

Das Kultusministerium des Landes hat folgenden aktuellen Hinweis dazu veröffentlicht: „Dürfen erkrankte Kinder in die Betreuung kommen?

Es dürfen grundsätzlich nur gesunde Kinder betreut werden. Dabei stehen die Fachkräfte aber häufig vor einem Problem: Welches Kind erfreut sich einer vollständigen Gesundheit, ist frei von Allergien oder anderen körperlichen Beschwerden? Bei der Beurteilung, ob ein Kind betreut werden darf, geht es um von Mensch zu Mensch übertragbare Infektionskrankheiten. Namentlich soll die Ausbreitung der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) verhindert werden.

Daher gilt Folgendes: Die Betreuung eines Kindes in einer Kindertageseinrichtung ist zulässig, wenn das Kind lediglich einen banalen Infekt ohne Fieber hat – etwa einen banalen Schnupfen oder/und nicht trockenen Husten – und keinen Kontakt zu an COVID-19 erkrankten oder SARS-CoV-2-positiv getesteten Personen in den letzten 14 Tagen hatte.

Nach einem banalen Infekt mit Fieber kann ein Kind wieder in die Betreuung aufgenommen werden, wenn es mindestens 48 Stunden fieberfrei ist und in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu an COVID-19 erkrankten oder SARS-CoV-2-positiv getesteten Personen hatte. Die Vorlage eines negativen COVID-19-Tests des Kindes oder einer ärztlichen Bescheinigung nach einer Schnupfen-/Erkältungserkrankung durch einen Arzt ist nicht erforderlich.

Die Erziehungsberechtigten sind verantwortlich dafür, dass ein Kind fieberfrei zur Einrichtung geht und in den letzten 14 Tagen keine Kontakte zu an COVID-19-erkrankten oder SARS-CoV-2-positiv getesteten Personen hatte. Bei Vorliegen banaler Infekte bestätigen die Eltern schriftlich die beiden vorgenannten Punkte. Die Dokumentation ist in der Einrichtung 3 Wochen aufzubewahren.

Ein tägliches „prophylaktisches“ Fiebermessen der Kinder in der Kindertageseinrichtung ist nicht zielführend. Jedenfalls aber wäre vorab eine Einwilligung der Erziehungsberechtigten einzuholen. Besser ist es, ggf. im konkreten Verdachtsfall Fieber zu messen, die Erziehungsberechtigten zu informieren und das Kind bei Anzeichen für eine schwere Infektion abholen zu lassen."

Auf der Seite des Nds. Kultusministeriums finden Sie Fragen und Antworten zum eingeschränkten Betrieb an Kindertageseinrichtungen und die entsprechenden Regelungen.



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