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Landkreis Emsland wird „HyLand“

Eine von insgesamt 16 Wasserstoffregionen in Deutschland – 300.000 Euro Bundesförderung

Die Gewinner des Wettbewerbs „HyLand - Wasserstoffregionen in Deutschland“ sind am vergangenen Donnerstag (12. Dezember) in Berlin von Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, verkündet worden. Der Landkreis Emsland wurde als eine der Vorreiter- und Leuchtturmregionen ausgezeichnet, die künftig die Anwendung von Wasserstoff auf den Ebenen Wirtschaft, Mobilität und Energieversorgung in den einzelnen Regionen vorantreiben und damit auf breiter Ebene auch mit Außenwirkung demonstrieren werden.

Der Landkreis Emsland hatte das Projekt „H2-RegionEmsland“ eingereicht und mit diesem „herausragenden und förderwürdigen Konzept in der Kategorie HyExperts“ – so die Begründung des Ministeriums - die Förderung erhalten. Dem Emsland sollen nun bis zu 300.000 Euro in Form einer Zuwendung für Beratungs- und Planungsleistungen zur weiteren Ausarbeitung des Wasserstoff-Konzepts zur Verfügung gestellt werden. Der Förderbescheid ging im Beisein der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann und Albert Stegemann aus den Händen von Minister Scheuer an Oberbürgermeister Dieter Krone (Stadt Lingen (Ems)) und Landrat Marc-André Burgdorf.

„Das ist ein echter Grund zur Freude für uns. Wir können mit dieser Unterstützung vom Emsland aus unseren Beitrag dazu leisten, dass wir der Energiewende und den Klimaschutzzielen einen entscheidenden Schritt näher kommen“, betont Burgdorf.

„Das Emsland schreibt Energiegeschichte. Die Welt braucht neue Energiekonzepte. Im Emsland wird dafür gearbeitet. Mit einem Mix aus erneuerbaren Energien und Modelltechnologien wird die Energieversorgung der Zukunft entwickelt - und das klimaschonend. Das ist Innovation pur. Und das unterstützen wir als Bund", hält Connemann fest.

Auch Albert Stegemann ist sich sicher: „Die Wasserstoff-Technologie wird einen Beitrag zur Energiewende leisten. Das Emsland hat mit der Förderung die Möglichkeit ein Vorreiter in Deutschland zu werden. Diese Chance müssen wir nutzen.“

„Wir verstehen die Auszeichnung ,Wasserstoffregion´ als Bestätigung der sehr guten Arbeit, die hier geleistet wird: Lingen und das Emsland sind ein starker Energieerzeugungsstandort und Netzknotenpunkt. Mit der Produktion und Anwendung von Wasserstoff kann hier vor Ort die Energiewende gestaltet werden. Zudem haben wir mit den Unternehmen, der Hochschule und den beteiligten Kommunen die passenden Akteure vor Ort“, freut sich Krone.

Das BMVI fördert mit dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) aktiv die Markteinführung von Wasserstoff- und Brennstoffzellenanwendungen, indem es Forschungs- und Entwicklungs-, aber auch Beschaffungsvorhaben finanziell begleitet. Ziel ist neben dem Beitrag zum Klimaschutz insbesondere der Erhalt und Ausbau der Technologieführerschaft der deutschen Industrie und die damit verbundene Schaffung und Sicherung zukunftsfähiger Arbeitsplätze. „Im NIP unterstützt mein Haus auch die Erarbeitung, Verfeinerung und Umsetzung integrierter Wasserstoff-Konzepte, die sich mit der regionale Erzeugung von - möglichst grünem - Wasserstoff, seiner Bereitstellung und mit der Nachfrage durch konkrete Anwendungen vor Ort, vor allem im Verkehrsbereich, beschäftigen“, so Minister Scheuer.

Neben dem Landkreis Emsland wurden 15 weitere Gewinner in der BMVI-Initiative „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ benannt. Den 13 HyExpert-Regionen werden jeweils 300.000 Euro zur Verfügung gestellt, um konkrete Projektideen für Wasserstoffkonzepte zu erstellen und zu berechnen. Für die drei Gewinner der Kategorie HyPerformer stehen jeweils 20 Millionen Euro in Form von Investitionszuschüssen zur Umsetzung bereits bestehender regionaler Konzepte mit Wasserstoff und Brennstoffzellen bereit. Das Projektvolumen der drei HyPerformer beträgt insgesamt 195 Millionen Euro. Die Mittel kommen aus dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Daneben fördert die Bundesregierung derzeit bundesweit 20 Reallabore, in denen u. a. Unternehmen Wasserstofftechnologien im industriellen Maßstab erproben. Eines davon befindet sich mit der H&R Pharmazeutischen Spezialitäten GmbH, Salzbergen, ebenfalls im Landkreis Emsland. 



Fotos v.o.n.u.: BMVI