veröffentlicht am 19.08.2016

Naturerlebnis-Lehrpfad in Wachendorf lädt zum Entdecken und Staunen ein

 

Hotspot 22-Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“

 
Wie vielfältig und schön Lebensräume auf Sand sein können präsentiert ab sofort der neue Naturerlebnis-Lehrpfad in Wachendorf. Auf einer Länge von 3,5 Kilometern führt der Pfad u.a. über Binnendünen, durch Kiefernwälder, über Heide und entlang der Ems. „Dieser Pfad macht Natur erfahrbar. Alle Generationen werden hier zum Entdecken und Staunen angeregt“, hob Oberbürgermeister Dieter Krone bei der offiziellen Eröffnung des Pfades hervor. An insgesamt 13 Stationen gilt es, Wissenswertes über tierische und pflanzliche Bewohner der Sandstandorte zu erfahren. Acht interaktive Elemente, wie ein Memory, ein Guckrohr, Drehwürfel oder ein Ringbuch, laden darüber hinaus zum aktiven Mitmachen ein. „Der Ortsrat hat dieses Projekt, das Teil des Hotspot 22-Projektes ‚Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand‘ ist, von Anfang an befürwortet“, freute sich Altenlingens Ortsbürgermeister Michael Koop. Künftig solle auch im Hafen von Altenlingen ein Hinweisschild auf den Lehrpfad aufmerksam machen.

Karin Schreiner, Leiterin der Naturschutzbehörde und Projektleitern Hotspot, berichtete, dass in Wachendorf neben dem Naturerlebnis-Lehrpfad in den vergangenen zwei Jahren bereits fünf weitere Hotspot-Projekte umgesetzt worden seien, zwei davon in Zusammenarbeit mit der Marienschule. Gemeinsam habe man Ideen gesammelt, wie die Öffentlichkeit über diese Projekte informiert werden könne. „Am Ende unserer Überlegungen stand schließlich die Anlegung dieses Naturerlebnis-Lehrpfades, der die vorhandenen Lebensräume und die Hotspot-Projekte ideal miteinander verbindet“, so Schreiner. Die Wege des Pfades habe man dabei ganz bewusst naturbelassen gestaltet. Bei einem Rundgang spürt man so beispielsweise den verschiedenen Untergrund oder die knorrigen oberirdischen Baumwurzeln unter den Schuhen. „Das ist dann ein echtes Natur-Erlebnis“, machte Schreiner deutlich.
 

Die Kosten für die Realisierung des Naturerlebnis-Lehrpfades belaufen sich auf rund 45.000 Euro. Das Projekt wird zu 75 Prozent durch Bundes- und zu 15 Prozent durch Landesmittel gefördert. Zehn Prozent trägt die Stadt Lingen. „Ich bin sehr dankbar für die großzügige Unterstützung. Dieser Pfad ist ein großer Mehrwert für Lingen“, sprach Oberbürgermeister Krone den Fördermittelgebern, vertreten durch Holger Galas vom Bundesumweltministerium und Dr. Jörg Petermann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, seinen Dank aus.

Galas, zuständig für Naturschutzbundesprogramme, betonte, dass das Hotspot-Projekt nun endgültig in der Region angekommen sei. Er freute sich insbesondere über das große Interesse der Schülerinnen und Schüler der Marienschule, die nicht nur bei der Umsetzung zweier Hotspot 22-Projekte geholfen haben, sondern auch bei der Eröffnung des Lehrpfades zahlreich vertreten waren. „Ich finde es prima, dass sich auch die junge Generation für den Erhalt der biologischen Vielfalt interessiert. Es ist wichtig, die Bedeutung der Vielfalt zu erkennen und zu sehen, dass auch von kleinen Flächen eine große Wirkung zum Erhalt der Vielfalt ausgeht“, so Galas. Jörg Petermann, der das Bundesamt für Naturschutz fachlich unterstützt und die Hotspot-Projekte betreut, wünschte dem Naturerlebnis-Lehrpfad in Wachendorf abschließend viel Erfolg.

Startpunkt des Naturerlebnis-Lehrpfades ist der Parkplatz an der Straße Mühlengraben (K 321) in Altenlingen-Wachendorf. Farbige Markierungen weisen den Weg zu den verschiedenen Informationstafeln und interaktiven Elementen.


Fotos v.o.n.u.: Headerfoto Stadt Lingen (Ems), o.A., o.A., o.A.