Hochwasserschutzmaßnahmen der Ems

 
Der Hochwasserschutz der Ems ist in der Stadt Lingen (Ems) in zwei Bauabschnitten aufgeteilt.
 

I. Bauabschnitt

  • Teil A, rechts der Ems
  • Teil B, links der Ems (Schepsdorfer Esch)
  • Teil C, Ausbau der Ems im Bereich der Schepsdorfer Brücke

II. Bauabschnitt

  • Teil D, Schöpfwerk im Lingener Mühlenbach mit Anschlussdeiche

Mittlerweile konnten sämtliche Maßnahmen des I. Bauabschnittes erfolgreich umgesetzt und die dafür erforderlich gewordenen Ausgleichsmaßnahmen vor Ort durchgeführt werden. Zur Ausführung kamen Erdwälle, Spundwände sowie eine Schutzwand aus Beton. Des Weiteren wurden drei Deichscharten eingebaut, die im Hochwasserfall geschlossen werden können. Durch diese Maßnahmen ist das gefährdete Überflutungsgebiet vor einem HQ 100 geschützt, welches mit einem Bemessungshochwasserabfluss von 680 m³/s festgelegt wurde.

    Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wurden rd. 10 000 Laubgehölze auf vier dafür ausgewiesene Flächen angepflanzt. Die Straße Zum Gut Herzford wurde mit ca. 160 Hochstämmen als Allee angelegt.
 
Mit der Fertigstellung des Schöpfwerkes am Lingener Mühlenbach Anfang September 2014 konnten auch die Bauarbeiten des zweiten Bauabschnitts zum Hochwasserschutz abgeschlossen werden.

    Im Fall eines Hochwassers verhindert zukünftig ein Siel, dass sich das Emshochwasser in den Lingener Mühlenbach zurückstaut. Die vier Schneckenpumpen des Schöpfwerkes heben das Wasser des Lingener Mühlenbachs in die Ems. Pro Sekunde können sie circa 27 Badewannen Wasser befördern, was einem Fördervolumen von vier Kubikmetern pro Sekunde entspricht. Alle vier Schneckenpumpen zusammen kommen somit auf insgesamt 16 Kubikmeter Wasser pro Sekunde.
 



Fotos v.o.n.u.: Headerfoto Stadt Lingen (Ems), o.A., Stadt Lingen, o.A., o.A., o.A., o.A., o.A., o.A., o.A., o.A., o.A., o.A., o.A.