Lingener Bahnhof

 

Wettbewerb zur Sanierung und Umgestaltung

 
Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt die Stadt Lingen durch die Errichtung des Bahnhofs und der dahinter liegenden 'Königlichen Bahnhofswerkstätte' (später: Eisenbahn-Ausbesserungswerk) Anschluss an das technische Zeitalter.

Das historische, 1856 eingeweihte Bahnhofsgebäude steht unter Denkmalschutz. Nachdem die Stadt Lingen das Bahnhofsgebäude an der Bernd-Rosemeyer-Straße von der DB Netz AG erworben und in den Bestand der ZGW übertragen hat, soll dieses umfassend saniert und neu gestaltet werden. Dafür hat die Stadt Lingen einen EU-weiten Wettbewerb ausgelobt.
 

Ziel des Wettbewerbs


Das Backsteingebäude soll so umgestaltet werden, dass es als Tor zur Stadt einlädt und ein neuer Anziehungspunkt für die Bürgerinnen und Bürger wird. Nach der Fertigstellung der Unterführung und des ZOB, der Eröffnung des Looken-Inns sowie der Sanierung der ehemaligen Nitag-Tankstelle mit einem entsprechenden Neubau, soll mit der Sanierung des Bahnhofes ein weiteres markante Puzzlestück an der Bernd-Rosemeyer-Straße aufgewertet werden. Ziel des Wettbewerbsverfahrens ist, verschiedene Ideen und Vorschläge zur inneren Aufteilung und Gestaltung, sowie zum äußeren Erscheinungsbild zu erhalten. Hiermit sollen das Bauwerk und seine unmittelbare Umgebung neu belebt werden. Dabei soll der Bahnhof keineswegs als „Schlusspunkt“ der Innenstadt fungieren, sondern nicht nur in verkehrstechnischer, sondern auch in städtebaulicher Hinsicht für „Verbindungen“ sorgen. Der Bahnhof soll künftig z.B. folgende Funktionen übernehmen: voll funktionsfähiger Haltepunkt mit Wartebereich, Fahrkartenverkauf, integriert in ein Reisebüro, öffentliche WCs, Schaffung einer hohen Aufenthaltsqualität. Die Herstellung der Barrierefreiheit ist bei der weiteren Planung selbstverständlich.

In einem Wettbewerb hatten 15 emsländische und überregionale Architekten Vorschläge zur künftigen baulichen Entwicklung des Bahnhofs ausgearbeitet. Eine Jury wählte Ende November 2017 die drei besten Entwürfe aus und prämiert diese. Den ersten Preis konnte dabei das Büro Ahrens + Pörtner Architektengesellschaft mbH aus Hilter am Teutoburger Wald mit ihrem Entwurf zur „Orangerie Bahnhof Lingen“ für sich entscheiden.

Die Entwürfe sind noch bis Februar 2018 im Rathaus der Stadt Lingen (Ems) zu sehen.



Fotos v.o.n.u.: Headerfoto Stadt Lingen (Ems), o.A.