Veranstalter
Emslandmuseum Lingen Dr. Andreas Eiynck
Burgstraße 28 b
49808 Lingen (Ems)
Tel. 0591 47601
Veranstaltungsort
Emslandmuseum Lingen Burgstraße 28 b
49808 Lingen (Ems)
Tel. 0591 47601

Niedersachsens kleinste Großstadt

 

Lingen in den 70er-Jahren

 
Mit Lingen in den 70er-Jahren setzen das Emslandmuseum und der Heimatverein am 2. und 4.10. (Mi. u. Fr., jeweils 11.00, 16.00 und 19.30 Uhr) ihre beliebte Serie über das Zeitgeschehen im 20. Jahrhundert fort. Im Rahmen der Reihe „Mittwochs im Museum“ präsentiert Dr. Andreas Eiynck dabei Fotos und Dokumente sowie Erinnerungen an viele Ereignisse in einem bewegtes Jahrzehnt.
Durch wachsenden Wohlstand und mehr Freizeit brachten die 70er-Jahre einen starken Wandel von Lebensgefühl und Alltag. Politisches und gesellschaftliches Engagement standen hoch im Kurs. Breite Bevölkerungsschichten erlebten neue Freiheiten – von der Sexualität bis zum Drogenkonsum. Nicht immer dachte man dabei an die Folgen.

Das kommunalpolitische Geschehen war geprägt durch die Gemeinde- und die Kreisreform. Dank zahlreicher Eingemeindungen wurde Lingen größte Stadt in Emsland. Die 1000-Jahrfeier im Jahre 1975 feierten die Stadt und sämtliche Ortsteile gemeinsam mit einem großen Jubelfest, das vielen Beteiligten bis heute in Erinnerung blieb. Zwei Jahre später verlor Lingen den Kreissitz, der Landkreis Lingen ging 1977 im Großkreis Emsland auf. Lingen erhielt jedoch den Status einer „großen selbständigen Stadt“, der sonst nur Großstädten zu Teil wurde. „Niedersachsens kleinste Großstadt“ unkte damals die Presse.
Skurrile Züge nahm die Gebietsreform im Raum Schepsdorf-Lohne an. Dies führte schließlich zur ersten und einzigen Großdemonstration in diesem sonst eher friedlichen Ortsteil, wobei sogar der Verkehr auf der Bundesstraße zeitweise lahmgelegt wurde. Schließlich kam Schepsdorf zu Lingen und Lohne an die Gemeinde Wietmarschen im Kreis Grafschaft Bentheim.
 
Viele dieser Ereignisse spiegeln sich in den Fotografien von Johannes Böker wieder, der als engagierter Kommunalpolitiker aus Schepsdorf in Stadt und Landkreis stets mit dabei war.Für das Emsland bedeuteten die 70er Jahre den Umbruch von einer Agrarregion zu einem modernen Wirtschaftsstandort. Und Lingen mauserte sich zum industriellen Kern der Region. Zu den vielen Errungenschaften, die aus den wachsenden Steuereinnahmen finanziert wurden, gehörte nicht zuletzt das Theater an der Wilhelmshöhe, das 1977 seinen Vorhang eröffnete. Damit wurde Lingen auch zur unangefochtenen Kulturmetropole des Emslandes.
 
Datum: 02.10.2019 und  04.10.2019
Uhrzeit: 11.00 Uhr, 16.00 Uhr und 19.30 Uhr
Eintrittspreis: 5,oo €, Heimatvereinsmitglieder 3,oo €


Hinweis
  • Bitte achten Sie darauf, dass der Veranstaltungszeitraum in der Vergangenheit liegt.
    Aktuelle Termine finden Sie in unserer Veanstaltungssuche!


Fotos v.o.n.u.: Headerfoto Stadt Lingen (Ems), Bildarchiv Emslandmuseum Lingen, Bildarchiv Emslandmuseum Lingen, Bildarchiv Emslandmuseum LIngen