veröffentlicht am 06.09.2014

Gedenkveranstaltung: Ruth Foster

 

Lingener Ehrenbürgerin verstarb am 5. August in London

 
Die Stadt Lingen und das Forum Juden-Christen laden alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, im Rahmen eines Traueraktes am 9. September der Lingener Ehrenbürgerin Ruth Foster zu gedenken. Beginn ist um 17 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof in Lingen.

Ruth Foster verstarb am 5. August 2014 im Alter von 92 Jahren in London, Großbritannien. Die Verstorbene war das letzte in Lingen geborene Mitglied der jüdischen Familie Heilbronn. Die Familie wurde 1941 nach Riga deportiert, wo der Vater, Wilhelm Heilbronn, im Mai 1942 von den Nazis erschossen wurde. Ihre Mutter, Caroline Heilbronn, wurde im Sommer 1944 im Zuge der so genannten „Dr. Krebsbach-Aktion“ ermordet.

Ruth Foster überlebte als einziges Familienmitglied das Ghetto Riga, das Kon-zentrationslager Stutthof sowie den Todesmarsch von Stolp in Pommern nach Lauenburg, wo sie von den Truppen der Alliierten befreit wurde. Sie kehrte im August 1945 nach Lingen zurück und emigrierte 1947 mit ihrem Mann, Adolfo Freudenheim, nach London, wo sich das Ehepaar den Namen „Foster“ gab.
  
Der Initiative und dem Engagement Ruth Fosters in den 80er Jahren ist es zu verdanken, dass die Schicksale vieler Lingener Juden nach dem Krieg aufgeklärt werden konnten und nicht in Vergessenheit gerieten. 1993 erwies Ruth Foster der Stadt Lingen die große Ehre, die Ehrenbürgerschaft der Stadt anzunehmen.
   
Im Rahmen der Trauerfeier soll auf dem Jüdischen Friedhof ein Gedenkstein für Ruth Foster enthüllt werden. Männer sollten dabei an eine angemessene Kopfbedeckung für den jüdischen Friedhof denken.
 
 
Datum: Dienstag, 9. September
Uhrzeit: 17 Uhr
Eintrittspreis: Kostenlos


Hinweis
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Fotos v.o.n.u.: Headerfoto Stadt Lingen (Ems), o.A., o.A.