veröffentlicht am 06.09.2019

Mammobil wieder am Bonifatius Hospital

 

Brustkrebs-Früherkennung ist wichtig

 
13.000 Frauen aus Lingen, Emsbüren, Lengerich und Freren erhalten erneut die Möglichkeit, an der Früherkennung von Brustkrebs teilzunehmen – im Mammobil, das sich seit Anfang September am Bonifatius Hospital befindet.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lingen, Angelika Roelofs, rief bei einem Ortstermin mit Chefarzt Dr. Martin Tenger und Case Managerin Cornelia Schulz vom zertifizierten Brustzentrum Lingen/Nordhorn und Geschäftsführer Andreas Kamphaus vom Screening Programm „alle Frauen dazu auf, die gebotene Vorsorgechance auch wirklich zu ergreifen und am Mammografie-Screening-Programm teilzunehmen.“ Das Mammografie-Screening ist in Südwest-Niedersachsen erfolgreich etabliert. So liegt die Teilnahmerate mit 70 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Erfreulich: Die Frauen aus Lingen und Umgebung nahmen die Einladung zur Früherkennung in der Vergangenheit zu 73 Prozent an.

Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

Alle zwei Jahre werden anspruchsberechtigte Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zur Teilnahme am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm per Brief eingeladen. Dr. Volker von Diepenbroick, der programmverantwortliche Arzt der Praxis Drewes und Partner aus Osnabrück, betont: „Wir wollen bereits die Frühstadien finden. Es geht um Frauen, die keine Beschwerden haben und klinisch unauffällig sind. Je früher wir ein Karzinom finden, desto besser, weil dann die Heilungschancen sehr hoch sind und eine schonende Therapie durchgeführt werden kann.“ Chefarzt Dr. Martin Tenger ergänzt: „Das Brustkrebsrisiko hängt vor allem vom Alter ab. Weniger als 20 Prozent der Brustkrebserkrankungen treten vor dem 50. Lebensjahr auf.“ Daher haben auch Frauen ohne Risikofaktoren zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr Anspruch auf das gesetzlich initiierte Mammographie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs.

Chance zur Gesundheitsvorsorge

Der Vergleich mit den schon vorliegenden Mammografien der letzten Runden werde die diagnostische Sicherheit erheblich erhöhen. Müssten Vorbefunde von anderen Praxen oder Ärzten zum diagnostischen Vergleich angefordert werden, kann eine Rückmeldung seitens des Screenings schon mal länger dauern. Es sei wichtig, dass „möglichst viele Frauen diese Chance zur Gesundheitsvorsorge nutzen“. Das Mammobil wird von September 2019 bis Februar 2020 in Lingen am Bonifatius Hospital zur Verfügung stehen.


Fotos v.o.n.u.: Headerfoto Stadt Lingen (Ems), Bonifatius Hospital