Stadt Lingen fördert den Kauf von Altimmobilien

 

Zuschüsse sollen Erhaltung und Sanierung fördern

 
75.000 Euro will die Stadt Lingen im Jahr 2018 an Bürgerinnen und Bürger auszahlen, die im Gebiet der Stadt Lingen (Ems) ein altes Wohngebäude mit bis zu zwei Wohneinheiten kaufen wollen. Eine fünfköpfige Familie könnte somit für den Traum vom eigenen Heim 10.000 Euro von der Stadt bekommen, wenn die Voraussetzungen erfüllt werden. Ziel der neuen städtischen Wohnbauförderung ist es unter anderem, den Abriss nutzbarer Immobilien entgegen zu wirken. So soll Bausubstanz und Wohnraum in gewachsenen Siedlungsstrukturen erhalten und die Sanierung gefördert werden.

Mit dem Wohnbauförderprogramm werden die seit vielen Jahren bewährten Vergabekriterien von städtischen Baugrundstücken ergänzt und durch eine neue Variante bereichert. Der „Zuschuss für den Erwerb von bestehenden Wohngebäuden mit bis zu zwei Wohneinheiten“ muss bei der Stadt Lingen vor dem Einzugstermin beantragt werden und wird einmalig ausgezahlt. Voraussetzung für die Auszahlung ist die Rechtskraft des Haushaltes 2018.

Für Alleinstehende beträgt der einmalige Zuschuss 2.000 Euro, für Ehepaare oder Lebensgemeinschaften 4.000 Euro, und jedes Kind, für das die Eltern Kindergeld erhalten, gibt es weitere 2.000 Euro Zuschuss. Die Anträge auf Förderung können sofort gestellt werden. Der Einzug in das neu erworbene Haus muss außerdem bis zum Ende des Folgejahres der Antragstellung erfolgt sein. Als Tag des Einzugs gilt die Anmeldung der Hauptwohnung im Sinne des Melderechts.
Um in den Genuss der städtischen Wohnbauförderung zu kommen, müssen unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Es werden nur Immobilien mit nicht mehr als zwei Wohneinheiten (Einzelhäuser, Doppelhaushälften sowie Kopf- und Mittelhäuser von Reihenhäusern und Hausgruppen) gefördert, die bereits vor dem 1. November 1977 bezogen wurden. Die Gebäude müssen in einem Siedlungsbereich stehen. In jedem Fall muss der Antragsteller oder die Antragstellerin das Haus zum eigenen Gebrauch kaufen und einen energetischen Sanierungsbericht vorlegen. Zum Zeitpunkt der Antragstellung darf der Förderempfänger über kein weiteres Wohneigentum verfügen.

Die Bezuschussung ist außerdem an Einkommensgrenzen gebunden. Die Stadt Lingen will mit dem Wohnbauprogramm „nur dauerhaft zu nutzende Wohneigentumsvorhaben“ fördern. Der Zuschuss wird für ein Haus, das in den nächsten 10 Jahren abgerissen oder vermietet wird, deshalb anteilig zurückgefordert.

Fragen rund um die neuen Förderrichtlinien beantwortet Gertrud Thünemann unter der Telefon-Nummer 0591/9144-627 oder E-Mail g.thuenemann@lingen.de. Die entsprechenden Antragsformulare sind bei der Stadt Lingen im Bürgerbüro oder im Fachbereich Bauen und Umwelt (Zimmer 512) erhältlich.
 
Ihr Ansprechpartner
Fachdienst Bauordnung und Denkmalpflege
Gertrud Thünemann
Telefon 0591 9144-627
 
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Fotos v.o.n.u.: Headerfoto Stadt Lingen (Ems), Thommy Weiss / pixelio.de