veröffentlicht am 27.06.2018

38. Hilfsgütertransport des "Freundeskreises der Ukrainefahrer"

 

Große Dankbarkeit in der Bevölkerung für die Hilfe 


Der „Freundeskreis der Ukrainefahrer“ hat wieder dank der Hilfe vieler Spender Krankenhausbetten, Rollstühle, Rollatoren, medizinische Hilfsmittel, Sanitätsmaterial und Dinge des täglichen Gebrauchs für den 38. Hilfsgütertransport zusammengetragen. Dazu zählten ebenso 750 Kartons mit Kleidung und Schuhe für Groß und Klein.

Die Teilnehmer des 38. Hilfsgütertransportes waren erneut beeindruckt von der Gastfreundlichkeit der ukrainischen Bevölkerung. Sie stellten aber auch fest, dass in der Region Lanivzi, aus der 1941 wahllos 86 junge Männer von 16 bis 18 Jahren zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt worden waren, immer noch Not herrsche. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat waren sie sich trotz der Strapazen während der insgesamt 4000 Kilometer langen Hin- und Rückreise einig, dass sie weiterhin helfen wollen.

Anlass der seit 28 Jahren durchgeführten Hilfsgütertransporte war 1990 der Besuch der ehemaligen Zwangsarbeiter Wasili Ratuschko und Prokopij Feodosewitsch Schafaruk aus Juskivzi in der Westukraine. Sie gehörten zu den 20 Män-nern aus dem Ort, die wie weitere 262 Fremd- und Zwangsarbeiter sowie 247 Kriegsgefangene aus allen von deutschen Truppen besetzten Ländern von 1940 bis 1945 im ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) Lingen arbeiten mussten.
In den mittlerweile 27 Jahren ebbte die Hilfsbereitschaft nicht ab und so startete jetzt der 38. Transport mit zehn Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine. Der Freundeskreis der Ukrainefahrer zollt all den Menschen Dank und Anerkennung, die Ideell, materiell und finanziell ihr Wirken unterstützen. Lob gebühre auch der politischen Seite Lingens, die das Bestreben des Freundeskreises über alle Fraktionen hinweg unterstütz.

Bei dem Treffen mit der Leiterin des Ukrainischen Roten Kreuzes (URK) in Ternopil, Olexandra Bryhadyr, die für 17 Kreisverbände verantwortlich ist, wartete eine Überraschung auf Hinrikus Ude. Der Präsident des URK hatte ihm im Jahr des 100-jährigen Bestehens des URK eine hohe Auszeichnung verliehen. Ude nahm diese stellvertretend für alle bisher über 100 Teilnehmer von Hilfsgütertransporten entgegen.

Da der Freundeskreis sich auf die Fahnen geschrieben hat, insbesondere vier Projekte, darunter die Sozialstation und das Krankenhaus in Lanivzi sowie die Schule und Sozialstationen in Juskivzi zu betreuen, hatten sie eine große Menge Medikamente im Gepäck, die Apotheker Michael Koop zusammengestellt und gespendet hatte.

Der „Freundeskreis der Ukrainefahrer“ bittet weiterhin um Spenden und gewähr-leistet, dass das Geld zu 100 Prozent vor Ort für die Menschen in der Ukraine eingesetzt wird. Um weiter helfen zu können, benötigt der Freundeskreis neben Sach- auch Geldspenden für weitere Hilfsgütertransporte. Dies kann auf das Konto der Stadt Lingen, Volksbank Lingen, IBAN: DE41 2666 0060 1100 9438 00, BIC: GENODEF1LIG, Stichwort „Ukrainehilfe“ eingezahlt werden. Eine Spen-denbescheinigung wird ausgestellt. Weiter Auskünfte: Hinrikus Ude, Telefon (05906) 3369005 und (0160) 96902620 sowie per E-Mail:
Hinrikus.Ude@kabelmail.de

Weitere Informationen findet Interessierte unter: www.freundeskreis-der-ukrainefahrer-lingen.de/




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