Veranstalter
Emslandmuseum Lingen Dr. Andreas Eiynck
Burgstraße 28 b
49808 Lingen (Ems)
Tel. 0591 47601
Veranstaltungsort
Kutscherhaus Lingen (Ems)

"Kein Kinderspiel"

 
Spielzeug und Lebensumstände jüdischer Kinder aus der Nazi-Zeit.
 

 Die Ausstellung erzählt Lebensgeschichten jüdischer Kinder vor dem und im Zweiten Weltkrieg. Jüdische Kinder wurden als minderwertig erklärt, vom Leben ihres Wohnortes abgeschnitten, öffentlich beschimpft und verstoßen und zum Schluss, wie fast alle ihre Verwandten, deportiert.
 
Nur ganz wenige der kümmerlichen Spielzeuge dieser Kinder sind erhalten geblieben. Aber sie erzählen eindringliche Geschichten: Von dem jüdischen Puppenfabrikanten, der plötzlich nur noch Puppen für jüdische Kinder machen durfte und an die Kleider dieser Puppen einen gelben Stern nähen musste, vom „Ghettopoly“, einem Monopolyspiel über das Ghetto Theresienstadt, und von einem Knuffelbären, der auch eine Lageruniform tragen musste. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Themen Nazizeit, Holocaust, Besetzung der Niederlande durch Deutschland.
 
Es werden hauptsächlich originale Spielzeuge von Joop Levy gezeigt, der als Kind fast drei Jahre lang untergetaucht überlebt hat. Mutige Menschen haben ihn versteckt und sein Überleben ermöglicht. In der Ausstellung wird deshalb nicht die Vernichtung, sondern die Zivilcourage der Retter in den Vordergrund gestellt.
 
Die Ausstellung ist insbesondere auch für zehn- bis vierzehnjährige Schüler geeignet. Spezielle Einführungen und Rundgänge für Schulklassen und andere Gruppen werden angeboten.
Anmeldung für Führungen von Schulklassen: hartmann@judentum-christentum.de oder Tel. 0591 54738.
 
Datum: 27.01.2012 bis 18.03.2012
Uhrzeit:
14.30 Uhr - 17.30 Uhr
Dienstag - Sonntag
Eintrittspreis:
 frei