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veröffentlicht am 16.02.2012
Lingen sucht Eltern für Pflegekinder
"Eltern auf Zeit"
Die Kinder, die auf Pflegefamilien angewiesen sind, kommen meist aus problematischen familiären Verhältnissen. Die leiblichen Eltern sind nicht ausreichend in der Lage, der verantwortungsvollen Aufgabe der Kindererziehung gerecht zu werden. Eigene Kindheitserfahrungen, Drogen- oder Alkoholprobleme, partnerschaftliche Probleme oder ihre psychische Situation können dazu führen, dass es den Eltern nicht möglich ist, für das Wohl ihrer Kinder zu sorgen. In solchen Notlagen ist das Jugendamt verpflichtet, Eltern in ihrer Erziehungsfähigkeit zu unterstützen und zu beraten. Reichen diese Angebote jedoch nicht aus, kann auf Antrag der Eltern oder mit Beschluss des Gerichts ein Kind in einer Pflegefamilie untergebracht werden.
Unter Leitung des Jugendamtes übernehmen Pflegeeltern den Erziehungsauftrag der leiblichen Eltern. Gegen deren Willen können Kinder nur nach einem Beschluss des Familiengerichtes in einer Pflegefamilie untergebracht werden. Die Trennung des Kindes von der Familie ist nur dann zulässig, wenn andernfalls eine Gefahr für das Kind oder eine Verwahrlosung bestehen. Diese Kinder werden in sogenannte Dauer- oder Vollzeitpflegefamilien vermittelt. Bei einer Vollzeitpflege handelt es sich in der Regel um eine auf längere Dauer oder auf dauerhaften Verbleib angelegte Lebensform für das Kind. Die Kontakte zwischen dem Kind und seinen leiblichen Eltern bleiben in der Regel bestehen.
Für nähere Informationen steht der Pflegekinderdienst der Stadt Lingen zur Verfügung. Ansprechpartnerinnen sind Frau Hechtbauer (Tel. 0591 9144 557), Frau Sievers (Tel. 0591 9144 558) und Frau Rohoff (Tel. 0591 9144 559).








