veröffentlicht am 13.07.2017

Museumsverein unter bewährter Führung

 

Mehr Raum für Besucher und Veranstaltungen

 
 Viel vor hat in den nächsten Jahren der Verein Emslandmuseum Lingen als Träger des Lingener Museums. Die Veranstaltungsräume und insbesondere der Eingangsbereich sollen durch eine Erweiterung endlich barrierefrei und noch besucherfreundlicher werden. Doch auch im Besucherdienst sowie im Ausstellungsbereich hat das Museum viele neue Ideen in der Pipeline.

Eine wichtige Voraussetzung für diese zukunftsorientierte Weiterentwicklung ist die ehrenamtliche Arbeit der Vereinsgremien. So stand bei der jüngsten Mitgliederversammlung zunächst die turnusgemäße Neubildung des Vorstandes auf dem Programm. Bestätigt im Amt des Vereinsvorsitzenden wurde Willi Brundiers aus Schapen als Vertreter des Landkreises Emsland. Für die Stadt Lingen wird die Position der zweiten Vorsitzenden zukünftig von Stadtkämmerin Monika Schwegmann wahrgenommen. Sie rückt an die Stelle des bisherigen Amtsinhabers Dieter Krone.

Neben der Neubildung der Vereinsgremien und den notwendigen Vereinsregularien standen die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs für den Ausbau des Museums im Mittelpunkt der Beratung. Viele Fragen und Anregungen gab es hierzu aus dem Kreis der 21 Heimatvereine aus dem südlichen Emsland, die neben Stadt und Landkreis im Museumsverein vertreten sind. Damit verfügt das Emslandmuseum gleichzeitig über ein dichtes Netzwerk von ehrenamtlichen tätigen Geschichtsforschern und Heimatfreunden in der Region. Hinzu kommt die enge Zusammenarbeit mit der LEADER-Region Südliches Emsland, dem Emsländischen Heimatbund und der Emsländischen Landschaft, deren Einzugsbereich auch die benachbarte Grafschaft Bentheim umfasst.

Als Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit nannte Vereinsvorsitzender Willi Brundiers das Projekt „500 Jahre Reformation“ mit einer zentralen Ausstellung im Emslandmuseum und einer Wanderausstellung an 12 Stationen in der Region samt einem umfangreichen Begleitprogramm mit Vorträgen und Exkursionen sowie einem attraktiven Begleitheft zur Ausstellung.

Nicht möglich wäre diese Breite der musealen Angebote ohne die Zusammenarbeit mit den vielen Ehrenamtlichen sowie dem Museumsverbund MUSEALOG, der im Rahmen von Weiterbildungsmaßnahmen auch Fachpersonal für das Museum zur Verfügung stellt. Derzeit arbeiten die Lingener Musealogen an einer Ausstellung über die 70er Jahre im Emsland sowie an einer Tagung über den Spanisch-niederländischen Krieg und seine verheerenden Folgen für das Emsland und die Festung Lingen.

Ergänzt werden die vielen Angebote im Museum durch Exkursionen, Themenstadtführungen mit der LWT Lingen und die neuen Naturführungen, die gemeinsam mit den Naturschützern von Stadt und Landkreis organisiert werden. Als „Renner“ erwies sich darüber hinaus ein Naturgarten- und Kräuterseminar im Museum.

Den wichtigsten Bestandteil der Besucherbetreuung bilden aber nach wie vor die Angebote für Kinder und Jugendliche, die sich weiterhin steigender Beliebtheit erfreuen, insbesondere die Projekttage von Schulen im Museum. Hier lobten Vorstand und Mitgliederversammlung insbesondere den Einsatz von Angelika Konen und Marion Lis.


Fotos v.o.n.u.: Headerfoto Stadt Lingen (Ems), Emslandmuseum Lingen