veröffentlicht am 23.03.2016

EDR fördert Projekt des Emslandmuseums Lingen

 

Deutsch-niederländisches "Geschichtsnetzwerk"

 
Den Förderbescheid für das neue deutsch-niederländische „Geschichtsnetzwerk“, an dem auch das Emslandmuseum Lingen und die Emsländische Landschaft beteiligt sind, übergab kürzlich Geschäftsführer Hermann Wessels von der Ems-Dollart-Regio. Projektleiter Marijn Molema, Kulturmanagerin Maleen Knorr und Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck freuen sich über die rund 10.000 Euro aus dem Interreg-Programm, die in den kommenden zwölf Monaten für ihr Forschungsprojekt zur Verfügung stehen. Dabei geht es um Kontakte über die Grenze in Vergangenheit und Gegenwart. Die Projektpartner sind sich sicher, dass sie auf dieser Basis noch weitere Mittel einwerben können.

Die Bandbreite der Themen reicht von den Hollandgängern und deutschen Dienstmädchen in den Niederlanden über Zwangsarbeiter und Flüchtlinge im Zweiten Weltkrieg bis zu deutschen Studenten an Holländischen Hochschulen und niederländischen Zuzüglern der letzten Jahre. Unterstützt werden die Forschungen auch vom Stadtarchiv Lingen und dem Kreisarchiv Emsland.

Am Abschluss des Projektes wird ein zweisprachiges historisches Magazin stehen, in dem die wichtigsten Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Darüber hinaus plant das Emslandmuseum in den kommenden Jahren eine Ausstellung, in deren Mittelpunkt die deutsch-niederländischen Beziehungen in Geschichte und Gegenwart stehen werden.

Die drei weiteren Projekte, die im Rahmen des „Geschichtsnetzwerks“ durchgeführt werden, beschäftigen sich mit der Migration auf den Wattenmeerinseln (Waddenacademie), der Erweiterung des historisch-geografischen Informationssystems HisGis (Ostfriesische Landschaft/Fryske Academy) sowie der Digitalisierung Friesischer Rechtsquellen aus dem Mittelalter (Fryske Academy).

Das Geschichtsnetzwerk besteht bisher aus sechs Partnern. Aus dem deutschen Grenzgebiet sind die Emsländische Landschaft, das Emslandmuseum Lingen und die Ostfriesische Landschaft vertreten. Auf niederländischer Seite sind es das Drents Archief in Assen, die Waddenacademie in Leeuwarden sowie die Fryske Akademy.

Mehr Informationen über die Aktivitäten und Projekte des Geschichtsnetzwerkes sind in den nächsten Tagen auf der Website www.gesnet.eu zu finden.


Fotos v.o.n.u.: Headerfoto Stadt Lingen (Ems), Emslandmuseum Lingen