veröffentlicht am 20.01.2016

Echtzeiten der Westfalenbahn nun über die DB-Internetseite und Apps abrufbar 

 

Kleine Bilanz der Betriebsaufnahme auf den Linien RE 15, RE 60 und RE 70

 
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen WestfalenBahn GmbH bietet ab sofort Echtzeitinformation über die Onlinemedien der Deutschen Bahn an. Bahnfahrende können nun auch über den Abfahrtsmonitor auf der Website der Deutschen Bahn sowie derer Mobil-Applikationen wie dem „DB Navigator“ erfahren, ob ihr WestfalenBahn-Zug pünktlich ist. Gut einen Monat nach Betriebsstart auf den neuen Linien RE 15, RE 60 und RE 70 zieht die WestfalenBahn eine erste Bilanz.

Vor gut einem Monat hat die WestfalenBahn ihr Liniennetz mit den Linien RE 15, RE 60 und RE 70 erweitert. „Bei so komplexen Projekten, die trotz aller Vorbereitung doch mit einem ,Kaltstart‘ am ersten Betriebstag beginnen, läuft selten sofort alles rund. Auch wir hatten und haben noch einige Probleme“ resümiert Rainer Blüm, Geschäftsführer der WestfalenBahn GmbH (WFB).
Dazu gehört gelegentliches automatisches Bremsen der KISS-Triebzüge, die zwischen Rheine, Bielefeld und Braunschweig verkehren, obwohl kein konkreter Fehler erkennbar ist. Rainer Blüm erläutert: „Nach der Sicherheitsphilosophie der Eisenbahn ist das auch richtig so.“ In solchem Falle hat der Triebfahrzeugführer verschiedene Möglichkeiten, den KISS-Triebzug wieder in Betrieb zu nehmen, um die Fahrt fortzusetzen. Bei unklaren Fehlerbildern sind allerdings gerade in den ersten Wochen größere Verspätungen entstanden; in einzelnen Fällen konnte der Triebzug auch gar nicht weiterfahren. „Der sechsteilige KISS ist das mit Abstand größte Fahrzeug, das der Hersteller Stadler Pankow je gebaut hat“ ergänzt Stefan Bennemann. „Der Hersteller und unsere Instandhaltung arbeiten intensiv daran, dieses komplexe Problem abschließend zu lösen.“

Leider hat sich erst während der ersten kalten Tage gezeigt, dass einige Wagenteile der Züge nicht richtig beheizt werden – sowohl in den FLIRT3-Triebzügen auf der RE 15 als auch in den KISS-Triebzügen. Die Gewährleistungsanträge hat die WFB jeweils umgehend gestellt, die Behebung durch den Hersteller durch die Service-Mitarbeiter des Herstellers läuft. Bennemann rät den Fahrgästen: „Oftmals hilft es bereits, einen Wagenteil weiterzugehen – die Fehler sind zumeist nur lokal.“

Eine erste Bilanz hat die WFB auch bei der Reinigung der Züge gezogen, die ein neuer Dienstleister im Herbst 2015 für das gesamte WFB-Netz übernommen hat. „Wir haben einen hohen Standard und diesen in der Leistungsbeschreibung auch exakt dargestellt; bisher kann der Dienstleister diese Qualität noch nicht erfüllen“ stellt Blüm fest und versichert, dass bereits konkrete Nachbesserungen eingefordert worden sind.

Rainer Blüm fasst abschließend zusammen: „Wir fühlen uns wohl auf neuen Linien – die Probleme hätten wir gern früher gelöst und haben seit Betriebsstart täglich daran gearbeitet; gerade auch unsere neuen Kolleginnen und Kollegen sind mit viel Engagement und Herzblut dabei.“ Für die nächsten Wochen und Monate hat sich die WestfalenBahn eine weitere Stabilisierung des Verkehrs auf RE 15, RE 60 und RE 70 vorgenommen. Dazu gehören auch die Inbetriebnahme der WFB-Fahrkartenautomaten an den Stationen sowie der Start des WLANs in allen neuen Fahrzeugen im Frühjahr 2016.

Zur WestfalenBahn GmbH

Die WestfalenBahn GmbH ist ein regional verankertes Eisenbahnverkehrsunternehmen, wurde 2005 von vier Gesellschaftern gegründet und ist unterwegs auf den drei RE-Linien 15, 60 und 70 sowie den vier RB-Linien 61, 65, 66 und 72 zwischen Emden, Bad Bentheim, Rheine, Münster, Osnabrück, Herford, Bielefeld, Paderborn und Braunschweig. Zu jeweils 25 Prozent sind die Verkehrsunternehmen Abellio, die Mindener Kreisbahnen, moBiel sowie die Verkehrsbetriebe Extertal am Unternehmen beteiligt.
Die WestfalenBahn GmbH befördert jährlich rund 32 Mio. Fahrgäste auf 9,5 Mio. Zugkilometern in dem über 600 Kilometer langen Netz aus Teutoburger Wald-Netz und EMIL-Netz. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen. Dafür werden 47 Elektrotriebzüge mit über 15.000 Sitzplätzen eingesetzt.


Fotos v.o.n.u.: Headerfoto Stadt Lingen (Ems), o.A.