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veröffentlicht am 23.02.2012
„Ein Leben für die Mandolinen- und Gitarrenmusik“
Gerhard Nimmerfall mit Niedersächsischem Verdienstorden ausgezeichnet
„Ein Blick auf Ihre Biografie spiegelt eine Lebensleistung wider, die es wahrlich verdient hat, in besonderer Form gewürdigt zu werden“, betonte Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone, bevor er Gerhard Nimmerfall das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens überreichte. Der Gründer des Lingener Mandolinenorchesters wurde mit dieser Auszeichnung für sein Lebenswerk geehrt. Seit mehr als fünf Jahrzehnten setzt Nimmerfall sich ehrenamtlich für die Pflege der Zupfmusik und für die Ausbildung von jungen Musikern ein. „Auf Sie trifft die Beschreibung „Ein Leben für die Mandolinen- und Gitarrenmusik“ völlig zu recht zu“, würdigte Krone das langjährige Engagement für die Musik des 76-jährigen. „Die Liebe zu Mandolinen, Mandolen und Gitarren zieht sich wie ein roter Faden durch Ihr Leben“, hob Krone in seiner Laudatio hervor. Bereits als kleines Kind hat Nimmerfall mit dem Mandolinenunterricht begonnen und im Orchester in seiner Heimat Hohenlimburg gespielt. Später hat er selbst als Lehrer für Mandoline an der Volkshochschule unterrichtet. Und auch nach seinem Umzug nach Lingen widmete Nimmerfall sich weiterhin seiner Leidenschaft für die Musik. So gründete er 1961 das Lingener Mandolinenorchester, das heute das drittgrößte Orchester im Landesverband ist. Als Schriftführer, Ausbilder, Arrangeur und Dirigent übernahm Nimmerfall alle zentralen Aufgaben im Orchester selbst. „Nicht umsonst werden Sie als „Vater des Orchesters“ bezeichnet“, sagte Krone.
„Bis heute musste das Orchester nie ernsthaft um seine Existenz bangen. Und das ist Ihr großer Verdienst“, machte der Oberbürgermeister die Bedeutung von Nimmerfalls Wirken deutlich. So habe er unermüdlich und mit viel Einsatz mehr als 250 junge Menschen in einem zusätzlich gegründeten Jugendorchester an die Gitarren- und Mandolinenmusik herangeführt. „Sie haben alle Jugendlichen selber ausgebildet – aus Kostengründen sogar meist im eigenen Haus und stets ehrenamtlich“, so Krone. Das sei nicht selbstverständlich.
Darüber hinaus betonte Krone, dass insbesondere das Arrangieren verschiedener Musikstücke bis heute eine große Herzensangelegenheit von Nimmerfall sei. Dieses Engagement habe ihm jedoch auch viel Zeit und Energie abverlangt. So dankte Krone auch der Ehefrau des Musikers, die stets hinter seiner großen Leidenschaft gestanden und ihren Mann unterstützt habe. Nimmerfall selbst nahm den Preis sichtlich gerührt entgegen und freute sich zusammen mit seiner Familie über diese Anerkennung seines ehrenamtlichen Wirkens.








